Vorbilder im Ehrenamt
Bad Wörishofer Bürger, die sich für die Allgemeinheit engagieren, wurden mit dem Ehrenamtspreis bedacht. Bürgermeister Paul Gruschka (rechts) und Stifter Hans Kania (links) freuten sich mit den Preisträgern (von links) <strong> Lukas Wolf, </strong> Christine Heiß, Barbara und Franz Kerler. Bild: Maria Schmid

Vorbilder im Ehrenamt

Der Ehrenamtspreis geht diesmal an Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins, des TSV Bad Wörishofen und der Tischtennisfreunde

VON
MARIA SCHMID
Das „Förderprogramm 2020“ riefen Hans Joachim Kania und seine zwischenzeitlich verstorbene Frau Maria Paijmans-Kania vor rund fünf Jahren ins Leben. Beide sahen die Stadt Bad Wörishofen als Familie, in der das Zusammengehörigkeitsgefühl und der Gemeinsinn das oberste Gebot sei, so Bürgermeister Paul Gruschka (FW). Doch dieses Gemeinwohl sei nicht ohne die Arbeit der ehrenamtlich Wirkenden möglich. Anlässlich der Verleihung des Ehrenamtspreises im Kulturhaus zum Gugger zitierte er den griechischen Staatsmann Perikles, der es so formulierte: „Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger“.

Gruschka zeichnete in dieser kleinen Feierstunde „vier Menschen aus unserer Mitte“ aus, an denen Perikles wohl seine Freude gehabt hätte. Diese Menschen hätten Dank und Anerkennung verdient. Den von Kania und seinem Förderprogramm gestifteten Geldpreis in Höhe von 600 Euro erhielten Barbara und Franz Kerler vom Heimat- und Volkstrachtenverein „Alpenblick“ Bad Wörishofen, Christine Heiß vom TSV Bad Wörishofen und Lukas Wolf von den Tischtennisfreunden Bad Wörishofen.

Die fünfköpfige Jury unter dem Vorsitz der Sozialreferentin Ilse Erhard (CSU) hatte eine schwierige Aufgabe zu erfüllen. Immerhin gebe es in Bad Wörishofen rund 130 Vereine, Verbände und Institutionen, in denen viele Ehrenamtliche zum Wohle der Mitmenschen ihre Freizeit, Energie, Fantasie und ihr Wissen für das Gemeinwohl einsetzen würden. Ohne diese Menschen und ihren Einsätze wäre vieles nicht möglich.

Barbara Kerler ist seit 45 Jahren aktives Mitglied im Trachtenverein, sie war sechs Jahre Beisitzerin und ist seit 20 Jahren Zeugwartin. Damit trägt sie die große Verantwortung für alle Requisiten und Trachten, sie halte sie sauber und vollständig. Franz Kerler, der seit 44 Jahren aktives Mitglied ist, war früher Schuhplattler und gehört heute zur Altschwäbischen Gruppe. Er trug drei Jahre die Vereinsfahne, war drei Jahre Jugendleiter und ist seit 18 Jahren zweiter Vortänzer. Beim TSV Bad Wörishofen ist es Christine Heiß, die für ihr großes Engagement geehrt wurde. Sie hilft bei Mutter-Kind-, beim Mädchen- und Leistungsturnen. Sie ist nicht nur beim Training, sondern auch Veranstaltungen, Wettkämpfen, Ausflügen dabei und ist bei Wettkämpfen Kampfrichterin. Seit vier Jahren verwaltet sie die 1200 Mitglieder.

Lukas Wolf engagiert sich in besonderem Maße bei der Jugendarbeit der Tischtennisfreunde Bad Wörishofen und das mit großem Herzblut, ist gleich mehrmals in der Woche als Jugendtrainer im Einsatz. Es sei seine „offene, freundliche, bescheidene, motivierende und zupackende Art“, die ihn zum Vorbild für alle Bürgerinnen und Bürger mache.

Aus Freude am Festakt und dass aus ihren Reihen Barbara und Franz Kerler geehrt wurden, spielte Richard Sauter an seinem Akkordeon zum Tanz für vier Paare in ihren Altschwäbischen Trachten auf. Zuvor sprachen die Vorsitzenden der drei Vereine, Georg Schmid, Thomas Wegst und Hermann Kees, und drückten ihre Freude über die Ehrungen aus.

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